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Kellerbrand - 11 Personen gerettet

18. November 2017 - 13:04 - 2 Personen von Rettungsdienst behandelt

Am Samstag, den 18. November 2017, wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bitterfeld-Wolfen, Ortsfeuerwehr Bitterfeld um 13.04 Uhr in die Walther-Rathenau-Straße alarmiert. Laut Meldung sollte es im Wohnhaus Walther-Rathenau-Straße 56 zu einem Kellerbrand gekommen sein, was sich bei Ankunft der Einsatzkräfte auch bestätigte.

 

Ein Bewohner des Hauses wurde im Hof des Grundstückes angetroffen, als er mit einem Gartenschlauch versuchte über ein Kellerfenster das Feuer zu löschen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Brand bereits eine Intensität erreicht, welche dies unmöglich machte. Der Brand ging mit einer starken Rauchentwicklung einher, so dass das gesamte Treppenhaus verraucht war und die Bewohner daher keine Möglichkeit mehr hatten das Gebäude über das Treppenhaus zu verlassen.

 

Unter schwerem Atemschutz ging ein Trupp in das Gebäude vor, um die Brandbekämpfung im Keller aufzunehmen. Zeitgleich begannen weitere Einsatzkräfte über die Drehleiter sowie über tragbare Leitern der Feuerwehr die Bewohner über die Fenster des Gebäudes zur Straßenseite aus dem Gebäude zu evakuieren. Insgesamt wurden 11 Personen nach ihrer Evakuierung durch die Feuerwehr und den mit 2 Rettungswagen angerückten Rettungsdienst vor Ort betreut, wovon 2 Personen mit dem Verdacht auf eine Rauchgasintoxikation vor Ort behandelt wurden. Keine der betreffenden Personen musste jedoch in eine medizinische Einrichtung verbracht werden, alle Bewohner waren in ihren Wohnungen geblieben, hatten die Türen geschlossen gehalten und abgewartet bis sie sicher durch die Feuerwehr ins Freie gebracht werden konnten.

 

Noch während die Evakuierungsmaßnahmen liefen, wurde die Ortsfeuerwehr Greppin zur Einsatzstelle nachalarmiert, damit im Bedarfsfall genügend Atemschutzgeräteträger zur Verfügung stünden, welche in der Folge dann auch benötigt wurden. Wie sich nach dem ersten Einsatz im Keller zeigte, brannte in den Kellerräumen abgelagerter Müll. Sperrige Gegenstände erschwerten den Einsatzkräften ein ungehindertes Vorgehen und Kellerregale aus Metall waren in Folge der Hitzeeinwirkung umgestürzt. 

 

Auf Grund der starken Ausbreitung der Rauchgase wurden durch die Einsatzkräfte vorsorglich nochmals alle Wohnungen im Haus kontrolliert, womit ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Personen im Gebäude befinden. Für einen Bewohner wurden dringend benötigte Medikamente aus der Wohnung geholt, so dass dieser seine Medikamente fristgerecht einnehmen konnte. Auch eine mögliche Brandausbreitung in ein benachbartes Gebäude wurde abgeprüft, da sich Brandrauch in den Keller dieses Gebäudes ausgebreitet hatte, eine Brandausbreitung gab es hingegen nicht.

 

Um den Brand endgültig abzulöschen, wurde nach Außerbetriebnahme der Heizungsanlage und der Stromversorgung im Keller Schwerschaum zur Brandbekämpfung eingesetzt und die Kellerräume im Innenangriff und über ein Kellerfenster eingeschäumt. Hierdurch konnte der Brand endgültig abgelöscht werden und das Gebäude rauchfrei bekommen werden. Zur Beseitigung der Rauchgase war von Beginn des Einsatzes an ein Hochleistungslüfter zur Zwangsbelüftung des Gebäudes im Einsatz.

 

Die Belüftung des Gebäudes machte es möglich, dass die Bewohner kurzzeitig nochmals in ihre Wohnungen konnten, um sich mit persönlichen Sachen zu versorgen. Bis auf einen Bewohner konnten alle Personen bei Freunden und Bekannten unterkommen, eine männliche Person wurde durch die Stadtverwaltung Bitterfeld-Wolfen in einer entsprechenden Einrichtung untergebracht.

 

Gegen 15.30 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden, die den Brandort vorläufig versiegelte. Das Gebäude wurde an den Hauseigentümer übergeben, welcher auch die Verschlusssicherheit herstellte und entsprechende Nachkontrollen übernahm.

 

Von den beiden Ortsfeuerwehren kamen 7 Einsatzfahrzeuge mit 36 Einsatzkräften vor Ort zum Einsatz. Durch den Rettungsdienst waren zwei Rettungswagen zur Versorgung der Bewohner im Einsatz. Weiterhin waren der Stadtwehrleiter, Einsatzkräfte der Schutzpolizei, der Stadtordnungsdienst sowie der Diensthabende der Stadtverwaltung vor Ort.

 

Zur Brandursache sowie zur Höhe des entstandenen Sachschadens können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden, hierzu sind noch weitere Ermittlungen erforderlich, die durch die Polizei geführt werden.

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Vor Ort:

Einsatzgalerie:

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