Katwarn Warnungen
Ob Brände, schwere Unwetter oder unerwartete Gefahrensituationen - damit wir von Katastrophen möglichst verschont bleiben, gibt es das Warnsystem KATWARN.
| Eure Stärke: | Im einem Team wie der Feuerwehr zählt nicht nur die körperliche Stärke, sondern vor allem innere Stärke und Kompetenz, die sich jede(r) in Schulungen aneignen kann. |
| Euer Organisa-tionstalent: | Multi-Tasking ist für Euch kein Fremdwort – ob in Familie oder Beruf. Bei der Koordination verschiedenster Aktivitäten seid ihr vielen Männern einen riesigen Schritt voraus. Dieses Talent brauchen wir in der Feuerwehr. |
| Eure Einfühl-samkeit: | Ein gutes Gespür für Menschen und Situationen hilft im Einsatz genauso wie in der Gemeinschaft der Feuerwehr. |
| Eure Führungs-qualitäten: | Im Beruf oder zu Hause – Ihr leitet euren „Betrieb“ sicher durch alle Widrigkeiten. Auch die Feuerwehr braucht neue Führungskräfte, die sagen, wo es langgeht. |
| Eure Kommuni-kation: | Ihr kommuniziert anders als Männer, selbst wenn ihr dieselben Worte benutzt. Bringt diese besondere Fähigkeit ins Team der Feuerwehr ein – für mehr Austausch, Vermittlung und Verständnis. |
| Eure Präsenz: | Oft tut die weibliche Präsenz einem starken Team gut, weil die weibliche Sichtweise die Gemeinschaft bereichert. |
| Eure Talente: | Bringt das, was ihr seid und was ihr könnt, in die Gemeinschaft der Feuerwehr ein. Ein starkes Team lebt von den Fähigkeiten jedes Einzelnen. |
| Michaela (OF Wolfen) ![]() |
Ich bin 1992 der Jugendfeuerwehr beigetreten, da mein Stiefvater bereits Mitglied der Feuerwehr war. Obwohl ich anfangs nahezu das einzige Mädel war, habe ich schnell neue Freundschaften knüpfen können, die größtenteils noch heute aktiv sind.
Hattest du mit Vorurteilen zu kämpfen?Nein! Da es in unserer Einheit bereits seit langem eine Frauengruppe gab und ich in der Gruppe gewachsen bin, gab es nie Probleme in dieser Richtung. Außerdem überzeugt man am besten mit Kompetenzen.
Welche Einsätze haben dich besonders beschäftigt?Vor allem schwere Unfälle auf der Autobahn sind oft nicht leicht zu verarbeiten, besonders ein Busunfall im Jahr 2010 blieb mir im Gedächtnis. Innerhalb der Feuerwehr kann man in Nachhinein über solche Erfahrungen und seine Gedanken reden. Jeder geht ein wenig anders mit solchen Situationen um, wird aber nicht allein gelassen.
Wie sind Familie, Beruf und Feuerwehr vereinbar?Meine ganze Familie hat einen Feuerwehr-Hintergrund *grins*. Auch meinen Mann habe ich auf der Feuerwehr kennen und lieben gelernt. Wir wechseln uns regelmäßig ab, damit wir trotz Kind im Grundschulalter beide an den Ausbildungen und Einsätzen teilnehmen können. Eine gemeinsame Kinderbetreuung während der Einsätze konnten wir bisher leider noch nicht realisieren, obwohl viele Familienvater und -mütter aktiv sind. Das wäre wirklich eine tolle Sache.
Würde für dich eine Führungsposition infrage kommen?Ich kann mir gut vorstellen, meine Einsatzerfahrung als Gruppenführerin einzubringen. |
| Jacqueline (OF Greppin) ![]() |
Durch meinen Vater bin ich 1998 in die Frauensportgruppe der Ortsfeuerwehr Greppin eingetreten. Dort war ich sehr aktiv im Feuerwehrkampfsport „Löschangriff-Nass“. Nach meiner Grundausbildung konnte ich den Einsatzdienst in der Ortsfeuerwehr Greppin antreten.
Was hat dich dazu gebracht, bei der Feuerwehr zu bleiben?Einsatzkraft zu sein, ist keine Einmalsache. Dessen muss man sich bewusst sein. Die Herausforderung besteht darin, sich den Anforderungen zu stellen. Für mich kam Aufhören nie in Frage.
Welche Ausbildung hast du bereits abgeschlossen und wohin willst du dich entwickeln?In meiner Laufbahn zur Truppführerin habe ich verschiedene technische Lehrgänge wie z. B. Technische Hilfeleistung, Sprechfunk und Atemschutzgeräteträger besucht. Eine Ausbildung zur Gruppenführerin reizt mich für die Zukunft.
Wie behauptest du dich gegenüber deinen männlichen Kameraden?Mit meinen männlichen Kameraden hatte ich nie Probleme. Das liegt aber auch daran, dass ich nicht anders behandelt werden möchte, nur weil ich eine Frau bin. Dann wäre ich auch völlig deplatziert.
Wie geht dein Partner mit deinem Ehrenamt um?Mein Partner ist wie ich ebenfalls Mitglied in der Ortsfeuerwehr Greppin. Wir haben zwei Kinder und haben uns im Einsatzfall immer arrangiert, aber auch unsere Familie hat uns unterstützt.
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| Jessica (OF Wolfen) ![]() |
Ich bin seit 2018 in der Ortsfeuerwehr Wolfen tätig. Nach meinem Eintritt habe ich die Grundausbildung absolviert und konnte in den Einsatzdienst wechseln. Meine nächsten Schritte sind die Ausbildungen Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger, auch eine Führungsrolle könnte ich mir gut vorstellen. Aber erstmal sammle ich Erfahrungen im Einsatz.
Was hat dich dazu gebracht bei der Feuerwehr zu bleiben?Meine Unternehmungslust und Neugierde haben mich zur Feuerwehr gebracht. Die Abwechslung in der Feuerwehr bei Übungsdienste und Einsätze bieten mir neben der Uni ein unentbehrliches Hobby.
Hattest du während deiner Mitgliedschaft mit Vorurteilen zu kämpfen?Nach meinem Eintritt wurde ich sofort aufgenommen und integriert. Man ist ein Mitglied wie jedes andere auch und wird von niemandem schief angeguckt oder dergleichen.
Wie sollte Feuerwehr deiner Meinung nach sein?Ein wichtiger Punkt für mich ist die Kameradschaft. Feuerwehr sollte ein Ort sein, wo man sich wohlfühlt und sich persönlich weiterentwickeln kann.
Warum sollte es mehr Frauen in der Feuerwehr geben?Eine Gemeinschaft wie die Feuerwehr profitiert von unterschiedlichen Persönlichkeiten und Sichtweisen. Deswegen ist es sehr schade, dass es verhältnismäßig wenige Kameradinnen gibt, da Frauen oftmals andere Sichtweisen mitbringen als Männer.
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| Vanessa (OF Bitterfeld) ![]() |
Ich bin in meinem 10 Lebensjahr der Jugendfeuerwehr in Holzweißig beigetreten. Mein Vater hat mich immer für die Feuerwehr begeistert, trotz kleiner Pausen bin ich der Feuerwehr treu geblieben. Während meiner Ausbildung zur Truppführerin konnte ich u.a. die Lehrgänge zum Atemschutzgeräteträger und Technische Hilfeleistung bei Bahnunfällen besuchen. Heute bin ich in der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr Bitterfeld tätig und engagiere mich in der Jugendarbeit.
War deine Vorstellungen von der Feuerwehr gleich der Realität?Im Groben und Ganzen schon, doch irgendwie mit mehr Feuer. *lach* Zurzeit beschäftigen uns die Rauchmelder der Brandmeldeanlagen und die Unterstützung des Rettungsdienstes am meisten.
Bei welchen Einsatzszenarien läuft es dir kalt über den Rücken?Definitiv Einsätze, bei denen Kindern betroffen sind.
Warum sollte es mehr Frauen in der Feuerwehr geben?Die Feuerwehr steht für Chancengleichheit und Gleichberechtigung. Wir brauchen mehr taffe Frauen, die unseren Jungs auch zeigen, wo der Hammer hängt und für ein bisschen mehr Emanzipation sorgen. Ich finde auf das Wort FeuerwehrFRAU kann man schon Wert legen, allerdings braucht man dafür keine pinken Handschuhe. Wir sind schließlich im Einsatz und nicht auf dem Laufsteg. *lach*
Würde für dich eine Führungsposition in Frage kommen?Unbedingt! Ich stecke gerade im Auswahlverfahren, um die Ausbildung zum Gruppenführer zu absolvieren. Dafür muss ich eine schriftliche Prüfung ablegen und eine Ausbildung organisieren. Aber auch die Funktion Jugendwart würde für mich in Frage kommen.
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